Wer wir sind
Der kmfv ist ein in der Erzdiözese München und Freising tätiger, caritativer Fachverband. Dem Auftrag seines Gründers Adolf Mathes folgend, wendet sich der Verein an wohnungslos, arbeitslos, suchtkrank und straffällig gewordene Mitbürgerinnen und Mitbürger. Der Verein ist bestrebt, durch Zusammenarbeit und Austausch mit seinen Partnern den betroffenen Personen ein effizientes Hilfenetz zur Verfügung zu stellen.
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© Severin Vogl
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Wir leisten Soziale Arbeit in ambulanten Diensten und stationären Einrichtungen mit dem Ziel der Resozialisierung. Sie erfolgt insbesondere durch Beratung, Betreuung und Unterstützung, durch Entwöhnungsbehandlung und berufliche Wiedereingliederung.
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In über 60 Fachdiensten, Einrichtungen und Projekten bieten wir insgesamt etwa 1.800 Plätze für Hilfesuchende an und betreuen jährlich ca. 8.000 wohnungslos, arbeitslos, suchtkrank und straffällig gewordene Mitbürgerinnen und Mitbürger.
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Bei uns wird Chancengleichheit großgeschrieben. In unserem offenen und wertschätzenden Arbeitsumfeld hat jede und jeder die Möglichkeit, sich beruflich und persönlich zu entfalten und wertvolle, sinnstiftende Arbeit zu leisten. Der kmfv ist der ideale Ort für alle, die den festen Glauben an die Werte der Solidarität und der Menschenwürde teilen.

Hier zählt der Mensch – sowohl in der Unterstützung unserer Klientel als auch in der Entwicklung und Förderung unserer Mitarbeitenden. Werde auch Sie Teil unseres Teams und finde Sie ihren Platz in einer Organisation, die für echte Veränderung steht.
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30. September 2026 | Landshut

Alle wollen wohnen: Ausstellung macht Wohnungslosenhilfe im Landkreis Landshut sichtbar

 

Wohnungslosigkeit ist längst auch im ländlichen Raum Realität. Die Ausstellung „Alle wollen wohnen“ des kmfv im Landratsamt Landshut zeigt persönliche Lebensgeschichten, die Bedeutung früher Hilfen und die Arbeit des Ambulanten Fachdienstes Wohnen Landshut.

Drei Kinder, eine alleinerziehende Mutter und die Sorge, das eigene Zuhause zu verlieren: Diese Geschichte einer Mutter aus dem Landkreis Landshut steht stellvertretend für viele Menschen, deren Wohnsituation ins Wanken gerät. Wie unterschiedlich die Wege in die Wohnungslosigkeit verlaufen können und welche Bedeutung frühzeitige Unterstützung hat, zeigt die Ausstellung „Alle wollen wohnen“, die am 6. Oktober 2026 im Landratsamt Landshut eröffnet wird. Begleitend zur Ausstellung findet ein Impulsvortrag zum Thema „Barrierefreiheit für wohnungslose Menschen mit psychischer Erkrankung“ statt.

Wohnungslosigkeit ist auch im ländlichen Raum Realität

Wohnungslosigkeit wird häufig mit Großstädten verbunden. Tatsächlich betrifft Wohnungsnot längst auch Menschen in kleineren Städten und ländlichen Regionen. Während Probleme in Ballungsräumen oft unmittelbar sichtbar werden, bleiben schwierige Wohnsituationen auf dem Land häufig im Verborgenen. Viele Menschen versuchen zunächst, Herausforderungen innerhalb des Familien- oder Freundeskreises zu bewältigen. Nicht selten werden drohender Wohnungsverlust, Mietrückstände oder persönliche Krisen erst spät bekannt.

Die Ausstellung „Alle wollen wohnen“ macht deutlich, dass Wohnungslosigkeit viele Ursachen haben kann. Sie zeigt Lebensgeschichten von Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und sensibilisiert dafür, dass niemand auf eine schwierige Lebenssituation reduziert werden darf.

Frühzeitig helfen, bevor Wohnungen verloren gehen

Ein zentrales Thema der Ausstellung ist die Bedeutung präventiver Hilfen. Der Ambulante Fachdienst Wohnen im Landkreis Landshut (AFW Landshut, Inneren Münchener Straße 8, 84036 Landshut) des kmfv unterstützt Menschen dabei, ihre Wohnung zu erhalten und schwierige Lebenssituationen frühzeitig zu bewältigen. Die Fachkräfte helfen unter anderem bei drohenden Mietrückständen, vermitteln in Konfliktsituationen, unterstützen bei Anträgen und entwickeln gemeinsam mit den Betroffenen individuelle Lösungswege.

Seit inzwischen fünf Jahren arbeiten der Landkreis Landshut und der kmfv in diesem Bereich zusammen. Ziel ist es, Menschen möglichst frühzeitig zu erreichen und Wohnungslosigkeit nach Möglichkeit zu verhindern.

Ausstellung gibt Menschen eine Stimme

Die Ausstellung erzählt persönliche Geschichten und zeigt die vielfältigen Lebensrealitäten von Menschen, die von Wohnungsnot betroffen sind oder betroffen waren. Texte, Bilder, Videos und Audios erzählen von Menschen, die arbeiten und dennoch Schwierigkeiten haben, ihre Wohnsituation zu sichern, von Familien, Alleinerziehenden, älteren Menschen sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Fluchterfahrungen.

Gleichzeitig richtet die Ausstellung den Blick auf Perspektiven und Lösungswege. Sie zeigt, welche Bedeutung professionelle Unterstützung haben kann und wie Menschen durch Begleitung wieder Stabilität gewinnen.

Psychische Erkrankungen und Zugänge zum Hilfesystem

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung findet ein Impulsvortrag zum Thema „Barrierefreiheit für wohnungslose Menschen mit psychischer Erkrankung“ statt. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Unterstützungsangebote gestaltet werden können, damit Menschen mit psychischen Erkrankungen frühzeitig und möglichst unkompliziert Hilfe erhalten. Referieren werden Prof. Dr. Ursula Unterkofler, Professorin für Methoden der empirischen Sozialforschung und Evaluation an der Hochschule München, sowie Jörn
Scheuermann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern und Koordinator der Wohnungslosenhilfe Südbayern.

Gesellschaftliche Bedeutung

Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum und dem Erhalt der eigenen Wohnung beschäftigt immer mehr Menschen. Die Ausstellung „Alle wollen wohnen“ zeigt, dass Wohnungslosigkeit keine Randerscheinung ist. Sie hebt hervor, wie wichtig funktionierende Hilfesysteme, frühzeitige Unterstützung und die Zusammenarbeit verschiedener Akteurinnen und Akteure sind. Gleichzeitig lädt sie dazu ein, sich mit den Lebenssituationen betroffener Menschen auseinanderzusetzen und Vorurteile abzubauen.

„Wohnungslosigkeit wird häufig mit Großstädten in Verbindung gebracht. Die Erfahrungen aus dem Landkreis Landshut zeigen jedoch, dass Wohnungsnot auch im ländlichen Raum eine zunehmende Herausforderung ist. Umso wichtiger ist es, Menschen frühzeitig zu erreichen, bevor sie ihre Wohnung verlieren. Die Ausstellung macht sichtbar, wie unterschiedlich die Wege in die Wohnungslosigkeit sein können. Gleichzeitig zeigt sie, dass Unterstützung etwas bewirken kann, wenn Hilfen rechtzeitig verfügbar sind und gemeinsam mit den betroffenen Menschen nach Lösungen gesucht wird“, erklärt Christina Haack, Vorständin des kmfv.

„Drohende und bestehende Wohnungslosigkeit ist natürlich eine sehr schwierige Situation für die Betroffenen – aber auch für die Gemeinden, die hier stets Notunterkünfte und die Versorgung vorhalten müssen. Deshalb ist es entscheidend, präventiv zu arbeiten. Wir sind dankbar für einen so verlässlichen Partner wie den kmfv in diesem Bereich“, ergänzt Josef Reff, stellvertretende Landrat des Landkreises Landshut.

Die Ausstellung „Alle wollen wohnen“ wird am 6. Oktober 2026 um 15:00 Uhr im Landratsamt Landshut eröffnet. Zur Eröffnung werden unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Landshut, des Bezirks Niederbayern sowie des kmfv erwartet. Die Ausstellung kann bis einschließlich 23. Oktober 2026 im Landratsamt Landshut zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.