Wer wir sind
Der kmfv ist ein in der Erzdiözese München und Freising tätiger, caritativer Fachverband. Dem Auftrag seines Gründers Adolf Mathes folgend, wendet sich der Verein an wohnungslos, arbeitslos, suchtkrank und straffällig gewordene Mitbürgerinnen und Mitbürger. Der Verein ist bestrebt, durch Zusammenarbeit und Austausch mit seinen Partnern den betroffenen Personen ein effizientes Hilfenetz zur Verfügung zu stellen.
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Was wir tun
Wir leisten Soziale Arbeit in ambulanten Diensten und stationären Einrichtungen mit dem Ziel der Resozialisierung. Sie erfolgt insbesondere durch Beratung, Betreuung und Unterstützung, durch Entwöhnungsbehandlung und berufliche Wiedereingliederung.
Arbeits- und
Beschäftigungsangebote
Unsere Einrichtungen und Dienste
In über 60 Fachdiensten, Einrichtungen und Projekten bieten wir insgesamt etwa 1.800 Plätze für Hilfesuchende an und betreuen jährlich ca. 8.000 wohnungslos, arbeitslos, suchtkrank und straffällig gewordene Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Der KMFV hat
viele Aufgaben

Arbeitsfelder
des kmfv

Wohnungslosenhilfe

In Übereinstimmung mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe beschränkt der kmfv seine Arbeit in der Wohnungslosenhilfe nicht nur auf die Versorgung von Wohnungsnotfällen. Durch präventive aufsuchende Hilfen sollen Wohnungsverluste vermieden und durch Nachsorge die Integration ins neue Wohnumfeld erfolgreich gestaltet werden.

Unser Hilfeangebot wendet sich an Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Viele dieser Menschen befinden sich in akuten Lebensnotlagen, haben Suchtprobleme und leiden unter psychischen Erkrankungen.

Den vielfältigen Problemlagen entsprechend bieten wir differenzierte Hilfen bei der Alltagsbewältigung, Unterstützung bei der Sicherung der gesundheitlichen Versorgung oder auch Vermittlung angemessener Beschäftigungen und Tätigkeiten an. Das Ziel unserer Hilfe ist die Befähigung zum selbständigen Wohnen sowie die Vermittlung einer Wohnung oder einer anderen bedarfsgerechten Wohnform.

Der kmfv hält dazu im Großraum München ein differenziertes Wohn- und Hilfeangebot (ca. 1800 qualifizierte Plätze) vor. Weiterhin bietet er bei der Bewältigung von persönlichen Problemen auch in ambulanten Fachdiensten individuelle Hilfestellung an. Der kmfv leistet damit einen Beitrag zur Wiedererlangung einer selbständigen Lebensführung der Hilfesuchenden bzw. zu deren Integration in die Gesellschaft.

Die ambulanten Einrichtungen und Dienste bieten Hilfen zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit oder sofortige Unterbringung und Betreuung an. Sie vermitteln bei Bedarf in weiterführende Hilfemaßnahmen und unterstützen beim Übergang in eine eigene Wohnung.
Die Übergangs- und Eingliederungseinrichtungen leisten intensive persönliche Unterstützung bei der Bewältigung der schwierigen Lebenslage oder bei seelischen Problemen. Hierzu gehören auch Maßnahmen zur Wiedereingliederung in das Arbeits- und Berufsleben.
Ergänzende Hilfen bei Arbeitslosigkeit und Benachteiligungen am Arbeitsmarkt bieten die Arbeitsangebote des kmfv an.

Die Langzeiteinrichtungen leisten medizinische und pflegerische Unterstützung, wobei die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gefördert und bewahrt wird.

Suchtarbeit

Die Bearbeitung der Suchterkrankung ist dem kmfv traditionell ein besonderes Anliegen. Die Wege in der Suchthilfe sind dabei unterschiedlich. 

Grundsätzlich gibt es zwei Konzepte, der Sucherkrankung zu begegnen:

  • Die abstinenzorientierte Suchtarbeit
  • Die „zieloffene Suchtarbeit“

Als Einrichtung des kmfv vertritt das Hans-Scherer-Haus in Oberschleißheim erfolgreich eine abstinenzorientierte Arbeit. Die Maßnahmen wenden sich insbesondere an wohnungslose Menschen mit dem Ziel der gesellschaftlichen Reintegration.

„Trockene Bereiche“ werden zudem in vielen Einrichtungen des kmfv vorgehalten, um abstinenzwilligen Bewohnern einen entsprechende Lebensführung zu ermöglichen. Hierzu gehören:

  • Adolf-Mathes-Haus
  • Anton-Henneka-Haus
  • Haus an der Gabelsbergerstraße
  • Haus an der Chiemgaustraße
  • Haus an der Kyreinstraße

Die Vermittlung in entsprechende Suchtfachambulanzen der unterschiedlichen Träger der freien Wohlfahrt, staatliche Beratungsstellen oder in Fachkliniken kann jederzeit bewerkstelligt werden.

Im Rahmen der „zieloffenen Suchtarbeit“ wird insbesondere das Programm zum „Kontrollierten Trinken“ in den Einrichtungen umgesetzt. In den ambulanten und stationären Einrichtungen werden dabei wohnungslose Menschen, die ihren Alkoholkonsum reduzieren wollen, jedoch nicht abstinent oder noch nicht abstinent leben wollen, begleitet.

Die Erfolge des Programms zeigen sich beispielsweise darin, dass 25% der Teilnehmer abstinent leben und viele Bewohner ihren Alkoholkonsum reduzieren konnten.

Straffälligenhilfe

Die Hilfe unterstützt straffällig gewordene Menschen in ihrem Bemühen, ein selbstbestimmtes und verantwortliches Leben zu führen.

Die freie Straffälligenhilfe ist ein freiwilliges, justizunabhängiges Angebot zur Unterstützung straffällig gewordener Menschen und ihrer Angehörigen.

Die Hilfemaßnahmen sind ganzheitlich und durchgängig organisiert und orientieren sich an den jeweiligen Problemlagen der Betroffenen. Ziele sind die Verbesserung der individuellen Lebenssituation sowie die Integration in die Gesellschaft. Die Klienten werden in ihrem Bemühen ein selbstbestimmtes und verantwortliches Leben ohne weitere Straftaten zu führen unterstützt. Ausgrenzung, Stigmatisierung und Armut sollen vermieden werden.

Dem kmfv obliegt seit 1993 die Geschäftsführung der Münchner Zentralstelle für Straffälligenhilfe (MZS). Dem Kuratorium gehören zudem der Bayerische Landesverband für Gefangenenfürsorge und Bewährungshilfe e.V., die Landeshauptstadt München – Sozialreferat, die Justizvollzugsanstalt München, das Jobcenter München sowie die Agentur für Arbeit München an.

Die MZS hält folgende Hilfeangebote vor: Übergangsmanagement (Beratung während und nach der Haft), Schuldner- und Insolvenzberatung, Suchtberatung, Haftvermeidung.

In der täglichen Arbeit werden alle notwendigen internen und externen Hilfen gebündelt und miteinander verknüpft.

Integration durch Arbeit

Arbeit dient nicht alleine der Sicherstellung des Lebensunterhalts. Arbeit hat vielschichtige Dimensionen in der Gestaltung des menschlichen Lebens. Arbeitslosigkeit kann Lebenskrisen verursachen oder verschlimmern. Menschen am Rande der Gesellschaft sind oftmals in besonderem Maße von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Angebote des kmfv zur Integration durch Arbeit wenden sich an langzeitarbeitslose Menschen, die bei der Suche nach einer Arbeit auf dem allgemeinen Stellenmarkt benachteiligt sind. Die Benachteiligung kann durch die Dauer der Arbeitslosigkeit, geringe Qualifizierung, Behinderung, Alter oder durch besondere Lebensumstände gegeben sein. Besonders ausgeprägt sind die Benachteiligungen am Arbeitsmarkt, wenn sie mit Wohnungslosigkeit, Entlassung aus dem Strafvollzug, Suchterkrankung oder psychischer Erkrankung zusammentreffen.

Bei der Integration von Wohnungslosen, Strafentlassenen und Suchtkranken hat Arbeit und Beschäftigung eine besondere Bedeutung. Oftmals ist der dauerhafte Erfolg einer Resozialisierung oder Rehabilitation vom Gelingen der Integration in Erwerbsarbeit oder einer anderen sinnstiftenden Tätigkeit abhängig.

Der kmfv fördert die Integration durch Arbeit in Form von Arbeitstraining und Arbeitstherapie in den stationären Einrichtungen sowie durch Arbeitsangebote im ambulanten Bereich. In München vermittelt die Servicestelle für Arbeit & Beschäftigung des kmfv vor allem (ehemals) wohnungslose Menschen in so genannte „Zusatzjobs“ und in längerfristige geförderte Beschäftigung. Der Bus & Bahn Begleitservice in München ermöglicht durch eine sinnstiftende Tätigkeit ehemals von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen Teilhabe am Arbeitsmarkt mittels eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses als Mobilitätsbegleiterin oder -begleiter. In Oberschleißheim bietet das Landwerk – Integrativer Gartenbau für sucht- und psychisch kranke Menschen Zuverdienstmöglichkeiten an.