Wer wir sind
Der kmfv ist ein in der Erzdiözese München und Freising tätiger, caritativer Fachverband. Dem Auftrag seines Gründers Adolf Mathes folgend, wendet sich der Verein an wohnungslos, arbeitslos, suchtkrank und straffällig gewordene Mitbürgerinnen und Mitbürger. Der Verein ist bestrebt, durch Zusammenarbeit und Austausch mit seinen Partnern den betroffenen Personen ein effizientes Hilfenetz zur Verfügung zu stellen.
Download-Bereich
© Severin Vogl
Was wir tun
Wir leisten Soziale Arbeit in ambulanten Diensten und stationären Einrichtungen mit dem Ziel der Resozialisierung. Sie erfolgt insbesondere durch Beratung, Betreuung und Unterstützung, durch Entwöhnungsbehandlung und berufliche Wiedereingliederung.
Arbeits- und
Beschäftigungsangebote
Krankenwohnung
Unsere Einrichtungen und Dienste
In über 60 Fachdiensten, Einrichtungen und Projekten bieten wir insgesamt etwa 1.800 Plätze für Hilfesuchende an und betreuen jährlich ca. 8.000 wohnungslos, arbeitslos, suchtkrank und straffällig gewordene Mitbürgerinnen und Mitbürger.
11. September 2023 | Oberschleißheim

Staatministerin Scharf besucht Landwerk des kmfv

©kmfv/Horschmann

Am heutigen Tag der Wohnungslosen hat die Bayerische Staatministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, das Landwerk des kmfv in Oberschleißheim besucht. Dort besichtigte einen neu errichteten Folientunnel, der von der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern mit 35.100 Euro gefördert worden ist, deren Co-Vorsitzende die Staatsministerin ist. Durch den neuen Folientunnel und die Zuschaltung weiterer Flächen im Freien kann die Zahl der Beschäftigungsplätze in der Naturlandgärtnerei und im Hofladen von 13 auf 20 Plätze ausgeweitet werden.

Seit 2012 gibt es im Hans Scherer Haus des kmfv in Oberschleißheim das Landwerk – Werkstatt plus für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Es richtet sich an Personen, die beim Finden und Erhalten eines Arbeitsplatzes, bei der Gestaltung des Alltags und bei der Entwicklung sozialer Beziehungen Unterstützung benötigen. Teilnehmende sind wohnungslose Menschen, die über einen vorübergehenden Wohnraum in z. B. einer Notunterkunft oder einen betreuten Wohnplatz verfügen.

Die bisherigen 13 Beschäftigungsplätze befinden sich im Gemüseanbau, in der Verarbeitung der Produkte sowie im Hofladen. Aufgrund der Nachfrage wird das Angebot auf 20 Plätze erweitert. Dies erfordert eine Vergrößerung der Anbauflächen im Freien sowie in witterungsgeschützten Gewächshäusern. Durch die Förderung der Stiftung Obdachlosenhilfe konnte ein zweites Gewächshaus errichtet werden. Die Ausweitung der geschützten Anbaufläche sorgt dafür, dass auch in den Wintermonaten ausreichend produziert werden kann.

Die Identifikation mit dem eigenhändig angebauten Bio-Gemüse, das für den lokalen Markt produziert wird, trägt zu einem zufriedenen und sinnstiftenden Arbeiten der Teilnehmenden bei. Darüber hinaus verschafft die Vermarktung des bereits sehr anerkannten Angebots über den Hofladen den Teilnehmenden Anerkennung durch die Kundinnen und Kunden und reduziert Vorbehalte gegenüber wohnungslosen Menschen.

Gefördert wurde der Folientunnel seitens der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern mit 35.100 Euro. Die restlichen Kosten in Höhe von 14.461,96 Euro wurden aus Eigenmitteln des kmfv bestritten.

Im Rahmen ihres Besuches, bei dem neben kmfv-Vorstand Ludwig Mittermeier, dem Gesamtleiter des kmfv im Landkreis München Alexander Schuchmann und dem Leiter des Landwerks Holger Pahl auch Mitarbeitende sowie Klienten anwesend waren, erklärte Sozialministerin Ulrike Scharf, „dass Menschen in einer Notlage unsere Hilfe brauchen“. Es werde niemand zurückgelassen. „In Bayern gibt es ein breites Hilfsnetz, das Wohnungslosen eine Bleibe bietet und sie gezielt bei ihrem Weg zurück in ein eigenständiges Leben begleitet. Hier leistet das Landwerk einen wichtigen Beitrag“, betonte die Staatsministerin. Es sei ihr daher ein großes Anliegen, dass die Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern das Projekt mit 35.000 Euro fördert.

Ludwig Mittermeier freute sich über den Besuch und die Unterstützung der Staatsministerin: „Die Förderung hat es uns ermöglicht, unser Angebot weiter auszuweiten und Menschen, die es dringend benötigen, eine neue Perspektive zu geben.“

 

 

------------------